Diese Fotos entstanden auf unserem Tennisplatz und auf dem Hügel hinter dem Haus
Die meisten Dias wurden mit einer Pentax MX, 1.4/50 SMC , 1.7/50 SMC und 2.8/16 Zenitar auf Fujichrome Provia 400 F aufgenommen, die restlichen mit einer Pentax Spotmatic 500, 1.4/50 Super-Takumar, 1.8/55 Super Takumar und 8/500 Beroflex ("Wundertüte") auf Fujichrome Sensia 200. Die Belichtungszeiten lagen zwischen 20 Sekunden und 10 Minuten. Die Dias wurden mit einem Acer ScanWit 2720 und VueScan 7.5.2 gescannt.
Zunächst wollte ich meine 4 Normalobjektive sowohl gegeneinander testen, als auch mit verschiedenen Blenden. Anlaß waren die fürchterlichen "Schmetterlinge" auf einigen der Bilder vom 7.11.2001.
Jupiter und M35, aufgenommen
mit 1.7/50 SMC bei Blende 2.8 und mit 1.4/50 SMC bei geöffneter
Blende. Man kann hervorragend an den kleinen Vorschaubildchen
erkennen, wie stark das Objektiv bei geöffneter Blende vignettiert.
Die Aufnahme bei Blende 2.8 ist hingegen gleichmäßig ausgeleuchtet.
Das zweite Bild nochmal etwas größer und
mit den Namen einiger Objekte (121kb)
Direkter
Vergleich der vier verschiedenen Aufnahmen: Das 1.7/50 schneidet
erstaunlich gut ab, bei Blende 2.8 gefällt es mir am
besten.
Direkter Vergleich der vier Aufnahmen: Der Stern Alnath liegt noch im
Bildfeld, aber schon am Rand, wo die Verzeichnungen durch das
Objektiv besonders stark wirken.
Direkter Vergleich
der vier Aufnahmen: Bei Blende 2.8 sind die Dias mit allen vier
Objektiven ok. Natürlich kommt weniger Licht auf den Film, aber die
Dias sind besser als die Scans hier! Blende 2.8 ist eindeutig
ratsam.
Zwei
Aufnahmen von Jupiter, belichtet etwa 2 und 5 Minuten. Die kürzer
belichtete Aufnahme entstand mit dem 1.4/50 SMC auf Fujichrome Provia
400 F, die länger belichtete mit 1.4/50 Super Takumar auf Fujichrome
Sensia 200.
Drei Aufnahmen von
M44. Ganz links 20 Sekunden belichtet bei offener Blende, in der
Mitte ebenfalls 20 Sekunden belichtet aber durch Blende 2.8, und
rechts 40 Sekunden belichtet durch Blende 2.8. Auch hier sieht man
wieder, wie das komplett geöffnete Objektiv vignettiert.
Das länger belichtete Bild nochmal etwas
größer und mit den Namen einiger Objekte (103kb)
Zwei neue Objektive gab es ebenfalls zu testen: Das Zenitar 2.8/16 Semi-Fisheye und die Wundertüte, das 8/500 Teleobjektiv von Beroflex.
Zwei Aufnahmen vom Mond
durch die Wundertüte mit 500mm Brennweite. Sieht als Dia sehr schön
aus, die große Lampe...
Auch das 16mm
Semi-Fisheye macht bessere Bilder, wenn man es etwas abblendet. Beide
Fotos wurden 2 Minuten lang belichtet, ersteres mit Blende 2.8,
letzteres mit Blende 4. An Jupiter kann man gut "Schmetterlinge"
sehen.
Nach
Jupiter gepeilt, Drahtauslöser betätigt, zum anderen Ende des
Tennisplatzes geschlappt, kurz mit der Taschenlampe einmal von unten
nach oben angeleuchtet, Lampe wieder aus, zurückgeschlappt,
Drahtauslöser entriegeln. Voilà, fertig ist das
Astro-Selbstporträt.
Meine erste
Strichspuraufnahme mit dem 16mm. Der Himmel ist eigentlich schon zu
hell für die 10 Minuten Belichtungszeit.
Das gleiche Bild nochmal etwas größer
und mit den Namen einiger Objekte (183kb)
Diese beiden
Aufnahmen wurden 2 Minuten lang belichtet. Leider stören die Lichter
der (an sich relativ kleinen) Stadt Grasse ziemlich den Blick nach
Nordosten. Im Nordwesten liegt eine völlig übertrieben beleuchtete
Landstraße und nach Süden ein Berg. Nicht die idealen
Bedingungen...
5
Minuten lang wurde dieses Dia belichtet. Grasse leuchtet hell genug,
um die Berge zu beleuchten und die Bäume neben mir. Im Diaprojektor
wirkt dieses Bild noch besser, weil die Berghänge am linken unteren
Rand regelrecht leuchten, ebenso die Baumwipfel.
Das gleiche Bild nochmal mit den Namen
einiger Objekte (89kb)
Ist ein 16mm Objektiv nötig, wenn man schon ein 20mm hat? Ich persönlich mag das 16mm lieber, weil es schon sehr nahe am Fisheye ist. Man kann problemlos einen Großteil des Himmels auf dem Bild haben und dazu noch eine schöne Baumkulisse auf zwei Seiten.
Die 500mm der Wundertüte sind für den Mond zwar schon nicht schlecht, aber es könnte ruhig noch mehr sein. Mal sehen, wann ich eine Russentonne ersteigere... Meine Versuche, durch die Wundertüte M42 zu fotografieren, brachten übrigens nur ein paar Sterne auf den Film, keinen Nebel.
Angeregt durch Gerhard Dangl sowie die Newsgruppe de.rec.fotografie habe ich zum ersten Mal auf Fujichrome Provia 400 F fotografiert. Dieser Film ist leider recht teuer, aber das scheint auch schon der einzige Nachteil zu sein. Ansonsten ist er schön empfindlich, nicht sehr körnig und er läßt sich gut scannen.
© 2002-2010 Jan Exner