Fotos vom 18.2.2002, Objektivtests

Diese Fotos entstanden auf unserem Tennisplatz und auf dem Hügel hinter dem Haus

Die meisten Dias wurden mit einer Pentax MX, 1.4/50 SMC , 1.7/50 SMC und 2.8/16 Zenitar auf Fujichrome Provia 400 F aufgenommen, die restlichen mit einer Pentax Spotmatic 500, 1.4/50 Super-Takumar, 1.8/55 Super Takumar und 8/500 Beroflex ("Wundertüte") auf Fujichrome Sensia 200. Die Belichtungszeiten lagen zwischen 20 Sekunden und 10 Minuten. Die Dias wurden mit einem Acer ScanWit 2720 und VueScan 7.5.2 gescannt.

Zunächst wollte ich meine 4 Normalobjektive sowohl gegeneinander testen, als auch mit verschiedenen Blenden. Anlaß waren die fürchterlichen "Schmetterlinge" auf einigen der Bilder vom 7.11.2001.

Jupiter und M35, Blende 2.8 Jupiter und M35, Blende 1.4 Jupiter und M35, aufgenommen mit 1.7/50 SMC bei Blende 2.8 und mit 1.4/50 SMC bei geöffneter Blende. Man kann hervorragend an den kleinen Vorschaubildchen erkennen, wie stark das Objektiv bei geöffneter Blende vignettiert. Die Aufnahme bei Blende 2.8 ist hingegen gleichmäßig ausgeleuchtet.

Das zweite Bild nochmal etwas größer und mit den Namen einiger Objekte (121kb)

Vergleich der vier Aufnahmen mit geöffneter Blende Direkter Vergleich der vier verschiedenen Aufnahmen: Das 1.7/50 schneidet erstaunlich gut ab, bei Blende 2.8 gefällt es mir am besten.

Vergleich der vier Aufnahmen mit geöffneter Blende Direkter Vergleich der vier Aufnahmen: Der Stern Alnath liegt noch im Bildfeld, aber schon am Rand, wo die Verzeichnungen durch das Objektiv besonders stark wirken.

Vergleich der vier Aufnahmen mit Blende 2.8 Direkter Vergleich der vier Aufnahmen: Bei Blende 2.8 sind die Dias mit allen vier Objektiven ok. Natürlich kommt weniger Licht auf den Film, aber die Dias sind besser als die Scans hier! Blende 2.8 ist eindeutig ratsam.

Jupiter geht unter Jupiter verschwindet hinter den Bäumen Zwei Aufnahmen von Jupiter, belichtet etwa 2 und 5 Minuten. Die kürzer belichtete Aufnahme entstand mit dem 1.4/50 SMC auf Fujichrome Provia 400 F, die länger belichtete mit 1.4/50 Super Takumar auf Fujichrome Sensia 200.

M44 durch geöffnete Blende, 20s belichtet M44 durch Blende 2.8, 20s belichtet M44 durch Blende 2.8, 40s belichtet Drei Aufnahmen von M44. Ganz links 20 Sekunden belichtet bei offener Blende, in der Mitte ebenfalls 20 Sekunden belichtet aber durch Blende 2.8, und rechts 40 Sekunden belichtet durch Blende 2.8. Auch hier sieht man wieder, wie das komplett geöffnete Objektiv vignettiert.

Das länger belichtete Bild nochmal etwas größer und mit den Namen einiger Objekte (103kb)

Zwei neue Objektive gab es ebenfalls zu testen: Das Zenitar 2.8/16 Semi-Fisheye und die Wundertüte, das 8/500 Teleobjektiv von Beroflex.

Der Mond am Abendhimmel Der Mond am Nachthimmel Zwei Aufnahmen vom Mond durch die Wundertüte mit 500mm Brennweite. Sieht als Dia sehr schön aus, die große Lampe...

Blick nach Norden mit 16mm 2.8 Blick nach Norden mit 16mm 4 Auch das 16mm Semi-Fisheye macht bessere Bilder, wenn man es etwas abblendet. Beide Fotos wurden 2 Minuten lang belichtet, ersteres mit Blende 2.8, letzteres mit Blende 4. An Jupiter kann man gut "Schmetterlinge" sehen.

Jupiter, Zwillinge, Fuhrmann & ich Nach Jupiter gepeilt, Drahtauslöser betätigt, zum anderen Ende des Tennisplatzes geschlappt, kurz mit der Taschenlampe einmal von unten nach oben angeleuchtet, Lampe wieder aus, zurückgeschlappt, Drahtauslöser entriegeln. Voilà, fertig ist das Astro-Selbstporträt.

Strichspuraufnahme mit 16mm Semi-Fisheye Meine erste Strichspuraufnahme mit dem 16mm. Der Himmel ist eigentlich schon zu hell für die 10 Minuten Belichtungszeit.

Das gleiche Bild nochmal etwas größer und mit den Namen einiger Objekte (183kb)

Blick nach Nordosten mit 16mm Blick nach Nordwesten mit 16mm Diese beiden Aufnahmen wurden 2 Minuten lang belichtet. Leider stören die Lichter der (an sich relativ kleinen) Stadt Grasse ziemlich den Blick nach Nordosten. Im Nordwesten liegt eine völlig übertrieben beleuchtete Landstraße und nach Süden ein Berg. Nicht die idealen Bedingungen...

5 Minuten nach Nordwesten mit 16mm 5 Minuten lang wurde dieses Dia belichtet. Grasse leuchtet hell genug, um die Berge zu beleuchten und die Bäume neben mir. Im Diaprojektor wirkt dieses Bild noch besser, weil die Berghänge am linken unteren Rand regelrecht leuchten, ebenso die Baumwipfel.

Das gleiche Bild nochmal mit den Namen einiger Objekte (89kb)

Anmerkungen

Ist ein 16mm Objektiv nötig, wenn man schon ein 20mm hat? Ich persönlich mag das 16mm lieber, weil es schon sehr nahe am Fisheye ist. Man kann problemlos einen Großteil des Himmels auf dem Bild haben und dazu noch eine schöne Baumkulisse auf zwei Seiten.

Die 500mm der Wundertüte sind für den Mond zwar schon nicht schlecht, aber es könnte ruhig noch mehr sein. Mal sehen, wann ich eine Russentonne ersteigere... Meine Versuche, durch die Wundertüte M42 zu fotografieren, brachten übrigens nur ein paar Sterne auf den Film, keinen Nebel.

Angeregt durch Gerhard Dangl sowie die Newsgruppe de.rec.fotografie habe ich zum ersten Mal auf Fujichrome Provia 400 F fotografiert. Dieser Film ist leider recht teuer, aber das scheint auch schon der einzige Nachteil zu sein. Ansonsten ist er schön empfindlich, nicht sehr körnig und er läßt sich gut scannen.

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